Italien im späten Frühjahr 2010

Ade Etrouble, auf Idro zu

 

Gut geschlafen diese Nacht, trotz mancher Geräusche und etwas Wind in den Bergen. Neben uns Niederländer die Abends ihre Zelte auspacken und das ganze Wunderwerk moderner Technik, wieder in jedes dazugehörige Säckchen verpacken. Das Ganze dann in einen Ziehwagen verpacken und wieder losziehen. Gute Reise wünschen wir und packen langsam unsere 7 Sachen zusammen, nach dem Frühstück in der herben Bergluft.

Es steht uns eine ziemliche lange Fahrt bevor. Quer durch den Norden Italiens. Zuerst geht es jedoch noch zur Entsorgungsstation und dann in Richtung Idro und Ventone.

Das ganze lange Aosta-Tal hinunter. Kurven ohne Ende, Straßen die repariert werden müssen, weil sie langsam abrutschen. Splitter, Schotter, Felsen alles liegt rum. Abenteuerlicher als über den Paß zu rutschen. Immer weiter geht es durch schöne Dörfer mit ihren terracottagefärbten Fassaden, andere wieder in Sonnentönen. Ein tolles Farbenspiel im Einklang mit der Natur rund herum. Ein großer Fluß begleitet uns auf einen großen Teil unserer Strecke. Wir haben die Mautfunktion abgeschaltet und fahren Landstraßen. Meist geht es nur mit 50 voran und häufig wird es noch langsamer auf Grund der Kurven und Serpentinen. Die Sonne brennt unbarmherzig und mit und mit steigt die Temperatur im Wagen an und treibt uns leichte Schweißperlen auf die Stirn. Irgendwo kommen wir an einen Park mit Fabelwesen und Märchen vorüber. Alles aus Schrott gebastelt, leider haben wir keine Möglichkeit Bilder zu machen. Wir rasen, lach, ins Tal nach Aosta hinunter und queren die große Stadt mit ihren tausend Einkaufsmöglichkeiten. Ja, auch Sonntags ist hier offen.

Noch ein wenig Landstraße aber dann auf Autobahn, die Zeit wird knapp.

Deutschland spielt ja und etwas davon wollen wir noch sehen in unserem Domizil am Lago d´Ídoro.

Wir fliegen auf Mailand zu, tolle Baumaßnahmen an und auf den Autobahnen. Geld spielt wohl keine Rolle wie überall. Alles Super ausgebaut und an der Peripherie vorüber auf Bergamo und Brescia zu. Die Zeit fliegt, ich geb Vollgas. Spitze 130Km/h, es wackelt und zieht und zerrt und das Auto will oft anders wie ich, lach. Jede Spurrille wird zu einer Fahrtrichtungsanzeige. Wir erreichen die 2. Mautstelle und zahlen. Es geht weiter Richtung Venedig, irgendwann kommen Schilder in Richtung Madonna de Campilio. Also Richtung Dolomiten und Südtirol. Wir folgen unserem Navi. Es leitet uns hervorragend, nur es gibt Strassen in Italien die kennt es noch nicht. Eine Neubaustrecke ist nicht verzeichnet und so fahren wir die Strecke durch 2 Tunnel mehrmals. Alternativ haben wir dann auch noch die alte Strasse benutzt. Nix hilft, unser neues Tomtom verliert im Kreisverkehr die Orientierung.

Wir entscheiden uns nach Karte zu fahren und endlich kommen wir wieder voran. Bald kommt auch das Richtungsschild Idoro. Leicht genervt nehmen wir die letzten Kilometer unter die Räder. Erreichen Idoro und folgen dem Navi durch Strassen die mehr Gassen sind.

Es wird so was von Eng…….

Unbeschadet schaffen wir es, mit Hilfe der ital. Autofahrer die absolut schmerzfrei sind. Noch 3 Km. Wir kommen mitten in den Triathlon der um den See führt. Alle sind sehr nett und winken uns durch. In Deutschland unmöglich, hier super.

Noch ein Tunnel und wir sind da.

Schnell in die Rezeption, Platz ausgesucht, Wagen abgestellt und auf die Terrasse am Restaurant wo eine grosse Leinwand das Spiel zeigt. Einen grossen Teil der 2. Hälfte bekommen wir noch mit. Es ist ein tolles Spiel. Das muß ich ja auch mal sagen.

Danach, gönnt mir eine Pause.

Es geht aber trotzdem weiter auch wenn wir vorhaben hier einige Tage zu verbringen.

Internetkarte muß ja beschafft werden, da hier 5 Stunden Internet 20 Euro kosten.

 

Deutschland - Schweiz - Italien - Südtirol- Schweiz rund 3000 Km.

Vantone, da wo die Pause beginnen soll…….

 

Am Abend der Ankunft machen wir natürlich alles klar für einen längeren Aufenthalt und Stühle, Tisch, Markise und andere Kleinigkeiten werden aufgestellt, angeschlossen und istalliert. Die Klimaanlage in Gang gesetzt und alles ist fertig, bis auf unsere Hunde. Die sind nach dem  Deutschland so aufgekratzt, die müssen mal ganz dringend. Gegenüber geht ein Weg den Berg hinauf. Hier geht es alles Bergauf. Wir als Flachländer sind das ja kaum gewohnt.  In einem Spontanbachbett geht es hinauf und die beiden Möppe flitzen und versu chen  so schnell wie möglich ihre Geschäft zu erledigen. Geschafft, das ganze Spiel nun zum See. Abkühlung tut Not, etwas spielen mit Ball und Stöckchen, etwas scwimmen. Es tut auch uns mal Gut, so langsam von unten nach oben wieder in den Normalbereich zu kommen. Abends werden unsere Aufpasser in den Wagen gesperrt und wir gehen in Ruhe etwas essen, können dabei Argentinien-Mexiko beobachten. Das gibt noch viel Arbeit für Löw und die Mannschaft, zumal ja immer Gottes Hand im Spiel sein könnte.

Abends fallen wir früh ins Bett und schlafen erst mal 10 Stunden.

Gut erholt versuchen wir den Tag ganz gemütlich zu begehen. Schauen uns mal gründlich auf dem Platz um und knüpfen hier und da Kontakte. Leider ist es unmöglich (dolle Internettarife) hier ins Netz zu gehen. Also beschließen wir am nächsten Tag spätestens solange zu suchen bis wir was finden. Gegen Abend wird es langweilig.

Wir gehen nochmal mit den Hunden und setzen uns dann auf die Räder und fahren nach Krone runter. Wohlgemerkt runter, den ganzen Weg geht es auch wieder rauf nachher, gg. Nix passiert auf der Tour, finden jedoch keine Telefonkarten nur Aufladestationen. Eine Eisdiele lockt mit ihren schattigen Plätzen. Es gibt hervorragende Zitronenbecher, super erfrischend und mit viel Sahne. Garniert mit kleinen bunten Zuckerstreuseln, Palmwedeln, mit Zitronenlikör und Zitronensaft. Der Hauptteil jedoch ist Zitroneneis. Eine wunderbare Erfrischung die auch noch zu moderaten Preisen erhältlich war. Es sind immer noch 31 Grad im Schatten und wir bummeln ein wenig am See entlang im angelegten Park. Wir machen die Leute neugierig, werden beguckt. Alles sehr freundlich hier, schön. Unsere Räder stehen auf dem Platz, unabgeschlossen, hier kein Problem.

Es wird Zeit zurück zu fahren. Es geht nur Bergauf. Das Eis ist schnell abtrainiert. Ausser Puste kommen wir an und beschließen  schnell zu duschen. Danach ist Ruhe angesagt, mit der Sturmlaterne Karten spielen bis ein Gewitter aufzieht und uns zwingt alles einzupacken.

 

2. Tag in Vantone

 

Wir brechen morgens auf nach Vestone zum Radiohändler und Mobilfunkhändler unseres Vertrauens. Es ist unmenschlich heiß. Die Karte funzt immer noch nicht. Der Händler kann uns nicht weiterhelfen und schickt uns zur Bank zum Aufladen. Das geht leider jedoch nicht.

Also wieder zu dem freundlichen PC-Händler.

Klar, der hilft und telefoniert mit seinem Kollegen.

Alles geklärt oder Manjana?

Dort angekommen mit dem Lappi unter dem Arm stellt der fest das die Karte aufgteladen werden muß. Er will es jedoch nicht und so müssen wir den nächsten Tabakladen aufsuchen.

Find mal einen wenn du nicht rauchst. Also wieder durch den Ort, die Zeit drängt, Mittagszeit.

Wir schaffen es und sind gespannt ob wir Abends ins Internet kommen werden.

Suchen unseren Wagen und starten zu dem Markt wo wir eigentlich hin wollten.

Die Strecke retour und in Idro einfach nördlich weiter fahren. Madonna de Campillio lässt sich so auch erreichen, aber soweit wollen wir nicht.

Trotz gutem Gebläse, wir sind gut naß geschwitzt. Finden einen Parkplatz in Anfo wo der Markt sein soll. Ätsch, kein Markt, falsche Woche. Nur Stress und wir suchen einen Alimentari Market. Wir finden einen.

Die Auswahl ist riesig und die Leute fair. Dabei treffen wir einen Holländer aus Rotterdam der sehr nett zu uns ist und hilft wo er kann. Danke.

Zum Wagen zurück und in Ruhe ein Eis gegessen, abgekühlt im Schatten und dann weiter nördlich, sind nun mal unterwegs.

Fahren am See entlang, rauf und runter, Steilufer. Sant Antonio naht und damit schon das Ende des Sees. Ponte Caffaro ist ganz nah. Eine kleine Stadt, die aber wenig interessant erscheint. Die Strecke dient zur Erkundung denn ein Camper hat uns erzählt, dort wäre schwierig zu fahren wegen der Felsvorsprünge.

Er scheint wohl in der letzten Eiszeit dort gefahren zu sein.

Irgendwann drehen wir um, alles bekannt und ist danach in den See zu springen. Natürlich auf dem CP wo wir stehen.

Endlich vor Ort und ins Wasser, dann an den PC und der Himmel steht uns bei, wir kommen rein. Ausser es ist Gewitter, dann geht garnix. Hier ist Abends immer Gewitter, leider.

 

Etwas stürmisch wird es am Abend an den Bildern ist dies zu sehen, wenn auch schon merkwürdig wie ein kleiner See so grosse Wellen machen kann.

 

Die Tage in Vantone

Wir suchen Anschluß…..

 

Der nächste Tag beginnt mit Sonnenschein und Frühstück mit Blick auf den See. Die am Abend mitgebrachte Salami und der Hartkäse mit den frischen ital. Tomaten sind eine Köstlichkeit. Der heimische Kaffee schmeckt eigentlich nicht dazu. Gemütlich wird gefrühstückt und dann die Markise eingefahren.

Wir suchen Internet.

Krone fällt ja schon aus, also fahren wir bis Vantone. Etwa 20Km. Hier gibt es fast alles, nur Niemand der Deutsch spricht. Ein paar Brocken englisch helfen ein wenig weiter. Schließlich kriegen wir bei etwas 35 Grad im Schatten den Tip auf die Ausfallstraße zu gehen, dort gäbe es Elektrogeschäfte.

Wir also hin, schwitz und stöhn. Landen bei Jemanden der gar keine Ahnung hat. Wandern weiter. Sehen PC-Laden. Der kann zumindest Englisch und ist sehr freundlich der Mensch. Wir erhalten die Addy vom Internettelefonkartenverkäufer. Angekommen stellen wir fest unsere pantomimischen Künste sind gefragt. Irgendwie kriegen wir das dann doch hin. Mittlerweile hab ich glaube 2 Liter Wasser verloren und bin langsam aber sicher Streßresistent  geworden. Wir kriegen unsere Telefon-Internetkarte des Providers 3.it und können nun für 90 Cent die Stunde ins Internet gehen. 3 Stunden sind gar kostenlos.

Durch die sengende Mittagshitze schleichen wir uns zurück zu unserem Womo. Stolz und glücklich etwas geschafft zu haben. Nun schnell wieder zurück. Klamotten aus und Badekleidung an, trinken und abkühlen. Es geht ein leichter Wind und langsam ziehen wieder die abendlichen Gewitterwolken heran. Auf Essen wird verzichtet, einfach zu warm. Wir liegen in unseren Klappstühlen, haben die Beine auf Hocker liegen und plötzlich macht es bums.

Babs Stuhl hat unsere Aktivitäten nicht ausgehalten. Ein Sperrmechanismuß ist defekt. Babs hat sich fürchterlich erschrocken und muß abgekühlt werden, lach. Wir laufen mit den Hunden zum See und gehen baden. Herrlich erfrischend in einem Bergsee zu baden oder zu schwimmen.

Für PC ist es noch zu heiß.

Am Abend dann nimm ich mir mein Lappi zur Brust und versuche ins ital. Internet zu kommen.

Der Aldistick ist dafür geeignet nur mein ital. Ist so schlecht, das ich mich mit all den Kennungen durchfummeln muß. Irgendwann, irgendwie krieg ich es hin und bin im Netz. Hurra.

Sogar sehr schnell und ich kann  mal schnell guten Abend sagen und einen Blick auf die Mails werfen.

Gewitter, ich mach aus und nachher wieder an, klappt. Mach es nochmal aus wegen Essen und nix geht mehr. Schitt.

 

Wohnmobil-Solistentreffen in Düren, Ende August 2010

Solotour im Herbst 2010 nur meine Hündin hat mich begleitet.


Größere Kartenansicht Die Tour führte mich von Würselen über Düren wo das Westtreffen der Womos stattfand an die belg. Küste. Dort verbrachte ich bei sonnigem Wetter herrliche 7 Tage, bevor ich wieder nach Hause mußte. Allerdings fand die Rückfahrt teilweise bei sehr schlechtem Wetter statt.